
Anforderungen:
Kein Spieler kann eine wirkungsvolle Leistung auf dem Eis erbringen, wenn er nicht im Besitz einer guten und richtig angepassten Ausrüstung ist. Aber auch hier gilt, dass nicht das Teuerste das beste sein muss.
Schlittschuhe – der wichtigste Teil der Anfänger-Ausrüstung:
Sie müssen in der Länge wie in der Breite gut
angepasst sein. Die Knöchelpartie muss optimalen Halt gewähren;
einerseits um zu verhindern, dass der Spieler seitwärts abkippt, andererseits
muss v.a. bei Nachwuchsspielern darauf geachtet werden, dass nicht Schlittschuhe
mit zu steifen Schäften gekauft werden. Jeder Nachwuchsspieler muss das
<<Balancegefühl>> sowie die optimale Auflagelinie selber
erarbeiten, damit auch in späteren Jahren in der Winkelposition Rhythmus-
und Richtungswechsel vollzogen werden können.
Dem Sprunggelenk muss genügend Spielraum eingeräumt werden –
dies erreicht man in erster Linie mit Schlittschuhkonstruktionen, die als
Kombination im Schaft- und Zungenbereich produziert werden und somit für
die Vorwärtsbewegung genügend Flex gewähren. Damit ist am ehesten
gewährleistet, dass der Spieler, egal welcher Altersklasse, mit zunehmender
Kraft weitere Fortschritte erzielen kann.
Die Schuhnase muss sehr wiederstandsfähig sein und
darf nicht durch Feuchtigkeitseinflüsse verändern. Die Schuhsohlen
sollen gleichmässig fest geschnürt werden.
Weitere Tipps: Die Kufen nach dem Einsatz mit einem Lappen trocknen und immer
Schoner verwenden, wenn kein schlittschuhbegehbarer Belag vorhanden ist.
Bestimmung der Grösse für Jugendliche, die noch stark wachsen: Bei geöffnetem Schuh die Zehen ganz nach vorne stossen – so sollte noch ein Finger hinter der Ferse in den Schuh gesteckt werden können.
Stock
Die Stockschaufel muss bei normaler Haltung ganz auf dem
Eis aufliegen (richtiger Winkel). Bei den Nachwuchsstöcken geht die Tendenz
eindeutig in Richtung flachere Winkel. Viele Spieler müssen die Stöcke
grössenbedingt im Schaftbereich kürzen. Nachträglich stimmt
dadurch die Auflage nicht mehr. Aus diesem Grund bietet der Fachhandel neu
auch Nachwuchsstöcke mit flacheren Winkeln (08) an. Dadurch hat der Spieler
trotz gekürztem Schaft die Möglichkeit, dass das Schaufelblatt ganz
auf dem Eis aufliegt und er seinen Kopf entsprechend in einer höheren
Stellung halten kann. Dies nennt man – um es Englisch auszudrücken
<<HEADS UP HOCKEY>>.
Der Stock muss unbedingt der Körpergrösse angepasst werden (in Schlittschuhen
stehend sollte der Stock mit der Spitze auf dem Eis ungefähr bis zur
Nase reichen – wobei über die Variation das individuelle Optimum
herausgefunden werden soll). Es gibt spezielle Juniorenstöcke mit dünnerem
Schaft, die für die Kleinsten sehr geeignet sind.
Die Stockschaufel sollte nicht zu stark gebogen sein, damit
sie Technik der Pass- und Schussabgabe richtig erlernt werden kann. Das Schaufelblatt
sowie das Stockende umwickelt man mit einem Gewebeband (Schutz, Halt, Griff).
Schutzausrüstungen:
Die Eishockeyschutzausrüstung für Jugendliche soll angenehmen Tragekomfort
mit leichter Anpassung durch Velcroverschluss bieten. Ganz besonders sollte
aber auf den Schutzeffekt sämtlicher Gelenkregionen geachtet werden.
Nur sehr wenige Hersteller können die Schutzwirkung ihrer Produkte durch
Wissenschaftliche Testverfahren belegen. Bei allen folgenden Schutzgegenständen
soll auf folgendes geachtet werden:
- die Schutzplatten dürfen keine Sprünge aufweisen
- die Grösse darf die Bewegungsfreiheit nicht einschränken –
desshalb immer die Schienbeinschoner mit Schlittschuhen und Hosen sowie Ellenbogenschoner
mit Achselschoner und Handschuhen anprobieren.
Helm – Gesichtsschutz
Beim Helm Gesichtsschutz besteht die Schale, die verstellbar
ist aus schlagfestem Polyäthylen. Das Kopfpolster ist aus Schaumstoff.
Die Gitter sind plastifiziert und Die Scheibe aus Plexiglas.
Vorsicht: Farben ( ummalen) können die Härte der Materialien verändern.
Schulterschutz
Sie haben starke Schalen und Brustabdeckungen. Sie bestehen aus Polyäthylen, Die übrige Polsterung aus starken Stoffpolsterungen. Sie sollten richtig sitzen, die Bewegung nicht behindern und individuell verstellbar sein.
Handschuhe
Sie sollten gegen Schläge gut schützen und gleichzeitig eine grosse Beweglichkeit der Finger gewährleisten. Das Handgelenk muss einen breiten Schlagschutz haben. Handschuhe bestehen innen aus Leder oder Nylon, aussen aus Nylon, sie Polsterung aus Schaumgummi.
Knieschoner
Sie sollen eine runde, grosse Knieschale aufweisen, die die Schlagenergie auffängt und verteilt. Sie bieten auch Schutz vor seitlichen Schüssen. Die Kniegelenke sollten entsprechend abgedeckt und leicht beweglich sein. Wichtig ist auch eine gute Befestigungsmöglichkeit, ohne dass die Blutzirkulation abgeschnitten wird.
Ellenbogenschoner
Die Ellenbogen sind sehr verletzungsanfällig. Deshalb muss auch hier eine gut sitzende Schale bestmögliche Schutzeigenschaften aufweisen. Eine Schutzplatte auf der Oberseite des Unterarmes sowie auf der Rückseite des Oberarmes ist sehr empfehlenswert. Gute Ellenbogenschoner dürfen nicht verrutschen.
Eishockeyhose
In diesem Alter ist die Grösse und der Schutz
am Gesäss das wichtigste Kriterium.
Tiefschutz gehört bereits auch dazu.