Beeindruckte NLA-Profis

Michael Liniger und Steve Kellenberger vom NLA-Club Kloten haben die Eishockeyschule Stadtbären St. Gallen besucht. Die Profis waren von Remo Wasers Konzept beeindruckt.

Jan Miara

Eishockey. Steve Kellenberger erinnerte sich beim Besuch der Eishockeyschule, wie er sich jeweils als Kind auf die Begegnungen mit seinen Vorbildern gefreut hatte. Der 22jährige Stürmer begann ebenfalls in der Eishockeyschule in Kloten und durchlief schliesslich alle Juniorenabteilungen bei den Zürchern. «Einmal besuchte uns mein jetziger Trainer Andres Eldebrink.

Ich habe aus solchen Begegnungen immer Motivation geschöpft», sagte Kellenberger und fügte an: «Jetzt bin ich in der anderen Rolle, kann den Kindern eine Freude machen und auch etwas zurückgeben.»

Als die beiden Eishockeyprofis nach St. Gallen kamen, wussten sie nicht, was sich die Eishockeyschule von Gründer Remo Waser zur Aufgabe gemacht hat. «Dass hier speziell auf die Integration von sozial schwächer gestellten Kindern wert gelegt wird, ist sehr beeindruckend», sagte Michael Liniger und fügte an: «Mit Sport kann man alltägliche Probleme überwinden. Ich finde es super, dass es so etwas gibt.»

Grosser Bekanntenkreis

Wasers Eishockeyschule ist bereits in der ganzen Schweiz bekannt. Dies hat der ehemalige Nationalliga-Spieler seinen guten Beziehungen zu verdanken. «Als ich noch in den höchsten Ligen spielte, war der Kontakt zu den Spielern der gegnerischen Teams viel enger. Am Ende der Saison gingen alle Vereine gemeinsam eine Woche auf die Kanarischen Inseln in die Ferien», sagte der Gründer und Leiter der Eishockeyschule. Auf solchen Reisen entstehen Freundschaften, die Waser bis heute pflegt. «Ich war schon immer ein sehr offener und kontaktfreudiger Mensch, davon können nun die Kinder in der Eishockeyschule profitieren.»

Vergangenes Jahr besuchte der erfolgreichste Schweizer Clubtrainer, Arno del Curto, die Stadtbären St. Gallen. Auch nächstes Jahr wird Waser seine Eishockey-Schüler mit einem oder zwei Profis überraschen. «Es erfüllt mich immer wieder mit Freude, wenn ich in diesen Momenten die leuchtenden Augen der Kinder sehe.»

Grundwerte vermitteln

In der Eishockeyschule ist der Sport «nur» Mittel zum Zweck. «Oft werden schwächere Kinder ausgegrenzt. Ein Mannschaftssport ist genau das Richtige, um Kinder zu integrieren. Wir wollen ihnen auf eine spielerische Art Grundwerte wie Ordnung, Disziplin und Respekt beibringen. Es gibt keinen Leistungsdruck, da wir nicht unter Wettkampfbedingungen arbeiten», so Waser. Und er will, dass die Eishockeyschule weiter wächst. Darum hofft Waser auf noch mehr Unterstützung von der Stadt St. Gallen. Dass die Eishockeyschule diese Unterstützung verdient, beweist die Entwicklung des Vereins. «Vor elf Jahren haben wir mit zwölf Kindern angefangen. Heute kommen wir auf rund hundert.»

Sogar der Schweizerische Eishockeyverband steht Waser unterstützend zur Seite. Ausbildungschef Markus Graf ist ebenfalls ein guter Bekannter von ihm. «Der Verband weiss, was wir hier auf die Beine gestellt haben, und hilft uns soweit es möglich ist. Ich habe meine Arbeit mit der Eishockeyschule noch nicht beendet und freue mich über jedes neue Mitglied.» Die Trainings finden jeweils am Mittwoch und Samstag statt. Unter www.eishockeyschule.ch können sich interessierte Eltern genauer informieren.

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Marketing/ Presse / Tagblatt 13.11.2009